6.03 «Barbatti Rolf Brem» / Luzern 2013

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Der Kunst im Lokal ein stimmiges Ausstellungskonzept
Im beliebten, traditionsreichen Barbatti mit helleren Farben spielen und das Licht neu definieren

...«Wir widmen es unserem Freund Rolf Brem.
Und seiner faszinierenden Kunst.
Rolf Brem will ,Schönheit festhalten‘.
Wir auch.
Für unsere Gäste.»



Rudi Bindella




Dem Wunsch des Auftraggebers folgend, etwas von der Atelierstimmung in den Gastraum zu tragen, haben wir das Thema Holzregal untersucht. In den Räumen von Rolf Brem finden wir viel Material, von wild zusammen gezimmerten Gestellen hin zu hübschen Vitrinen, Tischen und Kisten.


Das Konzept für den Gastraum nimmt Bezug auf die gesammelten Eindrücke, wenn auch sauber, die Mischung stimmt.


Zwei Regalmäander entlang der Wände zeichnen der Kunst nach, den Plastiken, die zuvor im virtuellen Raummodell Platz gefunden haben. Dabei sind die Regal-Bretter in ihrer Länge und Tiefe dem jeweiligen Kunstobjekt angepasst. An der Wand montiert, springen sie ungleich vor, kragen nach oben, nach unten und seitlich in den Raum hinein. Dadurch entstehen unterschiedlich, vielfache Räume im Raum. Und das Licht folgt auf allen horizontalen Regal-Bretter als Lichtmäander und präsentiert die Kunst in sanftem Schein. 



Die Sammlung; ein Querschnitt aus dem Lebenswerk von Rolf Brem, bestehend aus modellierten Köpfen, grösseren und kleineren Plastiken aus Bronze, Gips, Ton und Wachs sowie Radierungen und Zeichnungen aus dem Archiv präsentieren sich in diesen Nischen nie alle ganz. Eine einmalige Gelegenheit, sich in der stillen Anwesenheit einer beachtlichen Kunstsammlung auf ein gutes Essen zu freuen.


Das Farb- und Stoffkonzept halten wir in edler Schlichtheit. Die Wand über der Vertäfelung wird mit einer zurückhaltenden Farbe, die sich «smoked salmon» nennt, gestrichen. Ihr zu Füssen breitet sich ein golderner «Teppich» aus. Das geplante Schlagmetall (Bronze) wirkt auf der Holz-Vertäfelung wie Blattgold, nimmt das spährliche Tageslicht in den Gassen auf und streut hell sanften Glanz in den Gastraum. Mittels LED-Lichtstreifen, die im Regalmäander eingelassen sind und den Mongolfieren die von der Decke hängen, tanzt das Licht noch herzhafter hin und her und hüllt auch die Kunst in ein samtenes Licht ein.


Auf den Wunsch nach textilem Material antworten wir mit Brokat-Vorhängen und «Wandschirmen». Erstere schliessen den Kunstraum; der sich an drei Seiten in Raum präsentiert ab und schaffen den zwei grossen Fenstern zur Gasse hin einen Rahmen. Die kleinen Raumteiler zeichnen wir der Architektur des Regalmäanders nach. Bespannt werden sie mit zart schimmerndem Stoff. Gerafft nach alter Manier, erinnern sie an kleine Boudoirs und bilden hübsche Rückzugsorte im Lokal. Über kleine, drehbaren Spiegel auf den «Wandschirmen» spiegelt sich der Raum, die Kunst und alles was sich bewegt. Das Ambiente dem Geniessen, Verweilen und Beachten gewidmet.


 

Das Ristorante Barbatti ist an sieben Tagen die Woche geöffnet. «Un italiano vero» an der Töpferstrasse10 in Luzern.



 

Wie sich die Kunst präsentiert ist das Werk von Rudi Bindella, Rudi Bindella junior und Christa Bindella
www.bindella.ch



Martin Fischer. Der Mann. Mein Mann. Für feine Mechanik. Konzipiert und installiert eine Glockeninstallation und führt die Arbeiten aus Metall.
www.a-faire.ch

Die anspruchsvolle Holzarbeit leitet Martin Odermatt. Er und sein Team sind eine Entdeckung.
www.odermatt-schreinerei.ch

Barbara Künzli ist die Stoff-Künstlerin. Seidenfein Stark
www.barbara-k.ch

Arsim Sabani und Beat Kaufmann glänzen mit Abertausenden von Goldblätter.
www.bindella.ch
www.farbkompetenz.ch
Rebekka Krebser mustert das Gold
Rebekka Krebser, Zürich 5